Erfahrungsberichte


Ein Austausch nach Kimberton – USA

Ein Bericht von Alina Utsch, 2012

Mein Name ist Alina Utsch und ich gehe zurzeit in die 10.Klasse der Mülheimer Waldorfschule.
Im ersten Halbjahr der 10. Klasse machte ich einen 6-monatigen Schüleraustausch an der Kimberton Waldorfschool in Amerika.

Seit der 7. Klasse wollte ich schon immer mal einen Austausch machen und als meine Schwester, vor zwei Jahren an der gleichen Schule auch einen Austausch machte, schrieb ich einen Brief an die heutige 10. Klasse und erhielt auch nach ein paar Wochen eine Antwort von Hannah, meiner Austausch”schwester”.
Nachdem ich zwei Jahre gewartet hatte, war es endlich soweit. Ich packte meine Koffer und flog nach Philadelphia. Am Flughafen angekommen wurde ich herzlich von Hannah und ihrer Mutter begrüßt. Ich war sehr gespannt wie alles werden würde.

Schon auf dem Weg zu meinem neuen zu Hause bemerkte ich, dass alles in Amerika viel größer ist als in Deutschland, wie z.B. die Autos, Straßen und sogar Katzen sind größer. Dann lernte ich meinen Gastvater-und Bruder kennen, die auch sehr nett und freundlich waren.
Die ersten Wochen waren ziemlich aufregend für mich, da alles neu war und ich erst alle kennen lernen musste. Ich freundete mich schnell mit vielen aus meiner Schule an und hatte viel Spaß Englisch zu sprechen.
In meiner High School waren nur ungefähr 60-80 Schüler, wovon 16 in meiner Klasse waren. Das war ein riesiger Unterschied im Gegensatz zu meiner Klasse in Deutschland (38 Schüler).
Nach ein paar Wochen hatte ich mich auch gut eingelebt und kam prima mit allen klar.
Im Oktober fuhren wir mit der ganzen Klasse auf die Odyssee, das heißt 2 1/2 Tage paddeln und 3 1/2 Tage wandern. Es hat richtig Spaß gemacht!
Mit der englischen Sprache hatte ich keine Probleme und mir fiel es immer leichter flüssig zu sprechen.
Im November fuhren die anderen Austauschschüler und ich mit unseren Austausch”geschwistern” nach New York City. Es war richtig cool! Wir waren am Ground Zero, in Brooklyn, auf dem Empire State Building und ganz zum Schluss am Times Square.
Wie auch in Deutschland spielte ich in Amerika Basketball. Mein Team war am Anfang noch recht unerfahren, es machte aber riesigen Spaß zu spielen. Wir trainierten 4-mal wöchentlich und erkämpften uns somit den Championship-Sieg. Ich muss dazu sagen, dass die Schulen in Amerika sehr sportbegeistert sind, was ich richtig toll finde. Mit meiner Gastfamilie kam ich auch super klar und  unternahm viel mit meinen Freunden.
Im Februar führte meine Klasse ein Klassenspiel auf, das ” Trojan Women” hieß. Es war eine große Herausforderung für mich meinen Text in einer anderen Sprache auswendig zu lernen. Die Proben machten aber viel Spaß und als wir es dann aufführten, war es viel besser als wir es erwartet hätten.
Am Ende meines 6-monatigen Aufenthaltes besuchten meine Familie und ich Washington D.C. Diese Stadt ist voll mit historischen Gebäuden und natürlich machte ich auch ein Foto vom “Weißen Haus”.

Wenn ich jetzt auf meinen Austausch zurückblicke, kann ich sagen, dass ich eine superschöne und einzigartige Erfahrung gemacht habe, die ich niemals vergessen werde.

 

Ein Austausch nach Genf – Schweiz

Ein Bericht von Marie Maeva

Lange war für mich schon eins klar; in der 10. Klasse einen Schüleraustausch zu machen! Diese einmalige Möglichkeit wollte und konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen, denn wann sonst bekommt man solch eine Chance eine neue Kultur kennenzulernen und gleichzeitig seine Sprachkenntnisse  verbessern zu können?!

Zunächst fragten sich meine Eltern und ich, ob dies denn überhaupt möglich wäre und wie das alles funktioniert, denn leider hatten wir kein Gästezimmer und schließlich lag es an mir den richtigen Austauschpartner zu finden. Doch auf einem Informationsabend in unserer Schule wurden sämtliche Fragen  geklärt.
Letztendlich entschied ich mich dazu in ein französisch sprechendes Land fahren zu wollen, so dass ich alle Waldorfschule in Frankreich, Luxemburg, Belgien und in der Schweiz kontaktierte. Nach einiger Zeit meldete sich dann die Genfer Waldorfschule und versicherte mir, dass eine Schülerin Interesse an einem Austausch habe. Zugleich nahmen wir beide Kontakt auf, schrieben miteinander und lernten uns dank  „Skype“ auch etwas besser kennen. Schnell war klar, dass wir miteinander diesen Austausch machen wollten. Schließlich kam sie dann für drei Monate nach Deutschland. Anschließend reiste ich mit ihr in die Schweiz, wo ich ebenso drei Monate lang mit ihr in die Schule ging und das Land sowie die Sprache kennenlernte. Der Austausch war ein voller Erfolg! Mit meiner Austauschpartnerin habe ich mich sehr gut verstanden und zusammen haben wir viel unternommen. Insofern wurde schnell deutlich, dass nicht unbedingt der Ort oder die Unterkunft für einen Austausch entscheidend ist, sondern vielmehr sich gut mit seiner Gastfamilie zu verstehen. Meine Erwartungen an den Austausch haben sich auf jeden Fall erfüllt!
Ich habe probiert Raphaele die deutsche Kultur etwas näher zu bringen und selbst die Schweiz mit ihren vielen schönen Facetten kennengelernt. Darüber hinaus hab ich auch sprachlich große Fortschritte gemacht und persönlich sehr viele Erfahrungen sammeln können.

Ich persönlich kann jedem empfehlen einen Austausch zu machen. Zwar werden einem manchmal Steine in den Weg gelegt, doch wie sagt man so schön „ der Weg ist das Ziel“ und diese Erfahrung kann einem keiner mehr nehmen.

 

Ein Austausch nach Portland – USA

Ein Bericht von Lina Heise

Mein Name ist Lina Heise und ich gehe in die 12. Klasse der Waldorfschule Mülheim a.d. Ruhr.  Schon als ich in der 9. Klasse war, wollte ich unbedingt einen Austausch nach Amerika machen. Es reizte mich eine neue Kultur kennenzulernen und mal von Zuhause weg zukommen. Ich habe damals lange nach einem/r Austauschschüler/in gesucht und über 70 Waldorfschulen weltweit angemailt. Viele Schulen antworteten mir, dass man sich kümmern und meine Mail an die entsprechende Person bzw. Klassen weiterleiten würde. Trotzdem meldete sich kein einziger potenzieller Austauschschüler mit dem ich einen 1 zu 1 Schüleraustausch machen konnte. Fast alle Schulen boten aber an, dass ich gegen entsprechende Bezahlung (Schulgeld + Geld für die Gastfamilie) auch so dorthin kommen könne, diese Antworten waren sehr entmutigend. Also führte ich meine Suche auf Facebook fort und wurde fündig.  Als sich Sarah, meine Austausch“schwester“, bei mir meldete war ich total glücklich und froh. Ab dann ging alles ganz schnell, im August 2009 kam Sarah dann erst mal für 4 Monate zu mir und meiner Familie. Sie ging mit mir in die Schule und wir unternahmen mit ihr einige Dinge um ihr Deutschland zu zeigen.  Im März 2010 flog ich dann nach Portland, Oregon und besuchte dort mit ihr die Portland Waldorf School. Mit meiner Gastfamilie kam ich gut zurecht und ich lernte viele neue und gute Freunde kennen. Portland ist eine absolut schöne und aufregende Stadt, ich hab mich schnell wie Zuhause gefühlt und wollte gar nicht mehr weg. Ein Highlight meines Austausches war, dass meine Gastfamilie mit mir zunächst nach Boulder, Colorado und anschließend nach New York City flog.
Ich hatte eine schöne Zeit, konnte mein Englisch deutlich aufbessern und habe viele neue Kontakte geknüpft. Seit dem Austausch haben mich schon mehrere Freunde aus Portland besucht, ich selbst werde auch in den nächsten Sommerferien wieder dorthin fliegen. Auch nach mir gab es noch einige weitere Schüleraustausche zwischen unserer Schule und der Portland Waldorf School, von denen ich nur gutes gehört habe.
So einen Schüleraustausch egal ob nach Amerika, Frankreich oder sonst wohin kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen- eine unvergessliche Zeit.

An Exchange to Mülheim – Germany

Ein Bericht von Sarah Reams


My name is Sarah Reams and in 2010 I went on an exchange to the Mülheim Waldorf School. I go to the Portland Waldorf School in Milwaukie, Oregon, USA. I stayed with my exchange in Duisburg for three months. I had an amazing time! My host family was very nice and welcoming and so were all the teachers and students at the school. I felt like I was really welcomed into the community at the school and I have even come back and visited since my exchange. All the students and teachers helped me to understand the more difficult classes and improve my German. I loved it so much that many of my friends from my own school have done exchanges to the school in Mülheim.