Holzwerken/Schnitzen

So lange, wie es  die Waldorfschule in Mülheim gibt, existiert auch der Arbeitskreis Holzwerken/Schnitzen.

Was im Stadtteil Mülheim Selbeck begann, wurde weitergeführt in unserer neuen Schule, im Stadtteil Heißen. Auffallend aber ist, dass sich nach dem Ortswechsel nicht nur die Anzahl, sondern auch die Zusammensetzung der Mitarbeiter sehr stark verändert hat. In den “goldenen Selbecker Jahren” gab es so viele Interessenten, dass der Kurs sogar an zwei Tagen in der Woche durchgeführt werden musste. Das alles unter erschwerten Bedingungen. Waren wir doch im Keller der alten Schule untergebracht. Heutzutage steht uns ein modernes Werkengebäude mit guten Bearbeitungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Schon mit dem Einzug in die neue Schule hat sich das Ganze auf einen Wochentag beschränkt, sind doch leider nur noch wenige Mitarbeiter übrig geblieben. Von der ersten Stunde an dabei sind immer noch Karl Arnold Driesen, Uwe und Annelie Day. Diesen drei “Leitern” ist es zu verdanken, dass es diesen Kurs immer noch gibt und die Besucher des jährlich stattfindenden Adventsmarkts weiterhin Neuigkeiten entdecken können. Dass es nach so vielen Jahren immer schwieriger wird, Neues zu kreieren, dürfte sicherlich jedem bewusst sein. Viele von diesen in Handarbeit gefertigten Teilen sind Unikate – und eine “Fangemeinde” wartet meist darauf, die schönsten Stücke als erste zu bekommen.

Manch ein Besucher des Adventsmarkts möchte gerne mitarbeiten, weiß aber nicht, dass es nicht nur Schülereltern sein können: Freunde, Bekannte, aber auch den Opa darf man gerne vorbeischicken, um mitzumachen. Viele meinen auch, dass sie so etwas nicht herstellen können. Doch sie wissen nicht, dass sie sich hier täuschen. Sie haben es nur noch nicht versucht.

Wir, die Leiter, sind keine Schreiner oder Holzwerker von Beruf, sondern haben uns all diese Fähigkeiten im Laufe der Jahre angeeignet. Womit wir angefangen haben? Mit Schmirgeln. Wir sehen sie schon lächeln. Denn, das können sie auch. Und nach dem Schmirgeln kommt meist eine andere Bauphase, die wir gerne mit Ihnen zusammen durchführen.

Was hergestellt wird ist nicht kompliziert, verlangt jedoch nur eine gewisse Ausdauer, woran es bei Ihnen sicherlich nicht mangeln wird. Denn Sie werden mit Stolz das von Ihnen gefertigte Teil in der Familie und bei Freunden vorzeigen. Und eines ist Ihnen sicher; der Ausspruch: “Wie, das hast Du gemacht?” – Ein größeres Lob kann es doch gar nicht geben.

Haben Sie eigentlich schon einmal daran gedacht, mit wie viel Stolz Ihre Kinder die selbstgemachten Dinge betrachten und oft jahrelang aufheben? Schon alleine das sollte Ihnen innerlich den Ruck geben, mitzumachen.

Schließlich sollte man nicht vergessen, dass der Kurs nahezu 30 Jahre besteht und es immer schwieriger wird, Neues zu entwickeln. Bis jetzt haben wir es immer noch geschafft, aber wir brauchen Sie, denn Sie bringen neue Ideen mit. Wir gehen davon aus, dass auch Sie daran interessiert sind, dass der Kurs noch viele Jahre weitergeführt wird. Durch unsere Arbeiten  sind wir weit über die Grenzen Mülheims hinaus bekanntgeworden.

Wenn man in die vor dreißig Jahren angefangene Fotoakte hineinsieht, so gibt sie einen Überblick über die meisten gefertigten Teile. Zählt man dann noch die vielen kleinen Dinge hinzu, die zur Bestückung der Hauptteile gehören, so wird schnell die Zahl Tausend erreicht. Wir können nicht alle Fotos ins Internet stellen. Doch wir glauben, dass einige wenige ausreichen, um Ihnen zu zeigen, dass auch Sie das geschafft hätten.

Diese schönen Dinge sind in der Gruppe “Schreinern” entstanden:


Und diese Bilder zeigen, was in der Gruppe “Schnitzen” gefertigt wurde:

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Die Mitarbeiterzahl ist, bezogen auf die Anzahl der Schüler, leider deprimierend. Gäbe es da nicht einige Außenstehende, die seit Jahren ihre Zeit opfern und somit der Schule Gutes tun, sähe es böse aus.

Der Holzstand auf dem Adventsmarkt hat seine Tradition und Sie, Sie ganz persönlich können helfen, diese weiterzuführen.

Wir treffen uns jeden Donnerstag (außer in den Ferien) in der Zeit von 19 Uhr bis 22 Uhr. Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben,  freuen wir uns über eine kurze E-Mail. Wir melden uns dann bei Ihnen und geben Ihnen weitere Informationen.

Text und Fotos: Karl Arnold Driesen