Ein Rückblick aus Elternsicht

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Das Bildnis des Dorian Gray  - eine bewegende Aufführung

das war schon ein ungewöhnlicher und bewegender Abend für ein Elternpaar eines Drittklässlers unserer Waldorfschule, das mit Eurythmie  nicht viel mehr verbindet als das Wissen um ein Unterrichtsfach, dessen Wirkungen und Sinnhaftigkeit sich erst nach und nach erschliesst. Was da aber am Mittwoch Abend vor knapp 100 Zuschauern in der Aula geboten wurde, hatte mit Buchstabentanzen wenig gemein.

Das vierköpfige Ensemble auf der Bühne interpretierte die kompakte, fast nüchterne Erzählversion des Romans von Oscar Wilde – vorgetragen von einem brillianten Rezitator – ausdrucksstark, gestenreich und fast tänzerisch. Inszenierung, Beleuchtung, Kostüme, Musik fügten sich zusammen zu einem bewegenden und berührenden Ganzen. Ohne auch nur einen einzigen Vergleich zu haben, bin ich sicher, eine künstlerische Darbietung von hohem Niveau miterlebt zu haben. Denn wenn es einer Kunstform gelingt, einen weitgehend unvoreingenommenen Zuschauer derart zu faszinieren, dann können keine Dilettanten am Werk gewesen sein. Chapeau!

Wir sind gespannt auf weitere eurythmische Erlebnisse und neugierig, was unsere Kinder noch alles im Eurythmieunterricht fürs Leben lernen können. Eines mit Sicherheit: Großen Gefühlen ohne Worte Ausdruck zu verleihen.

Familie Gdawietz