Archive for Dezember, 2016

Weihnachtsgedanken

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Mit der Neige des Jahres wird es Zeit Rückschau zu halten. So wie die Tagesrückschau eine Seelen- bzw. Bewußtseinsübung ist, so ist auch der Jahresrückblick eine Möglichkeit inne zu halten, auf das zu sehen was wir getan und geschafft haben und Kraft und Erkenntnisse zu schöpfen für die Aufgaben die uns im nächsten Jahr begegnen werden.

Ich habe in diesem Jahr oft in Gedanken und Worten „wie war es Früher und was haben wir Heute und wohin führt uns die Zukunft“  bewegt. Qualitätssicherung – was ist das? Verkrampft festhalten was war und was einmal hohe Werte in sich barg und sicher auch noch birgt? Alles loslassen und dem Neuen Tür und Tor öffnen? Das wäre meiner Meinung nach zu kurz gedacht!
Beides miteinander verknüpfen, das eine aus dem anderen entwickeln – das führt zu der Qualität die wir jetzt brauchen. Dieser Gedanke ist natürlich nicht neu und theoretisch schnell mal dahin gesagt. Jeden Tag aber aktiv mit diesen Inhalten zu füllen, das ist die große Herausforderung! Daraus resultiert die Frage: Haben wir das in dem vergangenen Jahr geschafft?

Ganz offen erkennbar hatten wir viele Veranstaltungen und Ereignisse die in sich eine große Qualität gezeigt haben:
Zu Beginn des Jahres fand der Tanzkurs und anschließende Winterball statt, am pädagogischen Wochenende haben wir das Thema „Temperamente“ mit Herrn Eller bewegt. Vom TheaterTotal aus Bochum wurde uns „Das Wintermärchen“ präsentiert und das Blockflötenorchester hat uns mit einem wundervollen Konzert beglückt. Die Achtklassspiele „Momo“ und „Les Miserables“ werden uns sicher noch in guter Erinnerung bleiben, ebenso wie der künstlerische Abschluss der Klasse 12 und das Zwölftklassspiel „The Great Gatsby“. Unsere Schüler haben gut gearbeitet und sehr erfolgreich Prüfungen gemeistert und Abschlüsse erlangt! An den Bau- und Gartentagen haben wir gemeinsam gearbeitet, die Schule verschönert und bei vielen Festen – wie z.B. dem Tag der offenen Tür im Sommer, dem Sommerfest für alle Mitarbeiter und ehrenamtlich Tätigen – miteinander gefeiert. Die Kinder haben an Michaeli an diversen Stationen Mut bewiesen und am WOW Day für unterschiedliche Projekte finanzielle Unterstützung erarbeitet. Öffentliche Schulführungen und Infotage für die zukünftige erste Klasse haben viel Anklang gefunden. Neu in diesem Jahr waren die Spieleabende in den Räumen der OGS: In großer oder in kleinerer Runde sind wir, im Frühjahr und im Herbst, von Boris Roskothen in die Welt der Spiele geführt worden. Und ‚last but not least‘ stimmte uns der jährliche Adventsbasar auf die Adventszeit ein.

Diese Aufzählung zeigt: Hier an der Schule wird viel erreicht, gestemmt und geschafft, manches auch, weil es immer schon so war!
Wie ist es aber mit der Basis auf der wir alle diese Aktivitäten gründen? Was ist mit der Grundlage, unserem ureigenen Verständnis und der Weltanschauung mit der wir hier an der Schule und in den Familien Kinder und Jugendliche begleiten? Die Advents- und Weihnachtszeit und das Jahresende ist auch in diesen manchmal etwas hektisch daherkommenden Tagen eine gute Zeit über das nach zu denken, was wir eigentlich wollen – wo wir waldorfpädagogische Qualität und familiäre Lebensweisen mit den Gegenwartsbedingungen und -entwicklungen zu einer guten Symbiose vereinen können. Unsere Waldorfschule ist nicht eine bloße Alternative zu anderen Schulen. Sie birgt eine gesellschaftliche, soziale Chance und begleitet auf der Grundlage des Steinerschen Welt- und Menschenbildes die körperliche, geistige und seelische Entwicklung der Heranwachsenden. Und in diesem Sinn sollten wir uns jeden Tag des Jahres neu fragen, was brauche ich und welche eigenen Wege der Selbstentwicklung sollte jeder für sich – Eltern, Lehrer, Erzieher etc. – gehen um dieses Ziel, unseren Kindern zur Seite stehen zu können, zu erreichen. Das ist nicht unanstrengend, aber – so meine ich – in dieser Zeit notwendig um die Gegenwart vorausschauend zu gestalten.

In diesem Sinne freuen wir uns über das was das vergangene Jahr gebracht hat und wie wir das neue, kommende Jahr gestalten werden.
Ich wünsche allen Menschen hier an der Schule und denen, die sich dieser Schule verbunden fühlen, eine besinnliche Weihnacht, erkenntnisreiche Rauhnächte und alles Gute in 2017!

B. Dressel-Vogel


Rückblick: Musikfahrt 2016

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Mit der Bigband des Hauses unterwegs…

20161028_201601bGemeinsam mit dem Chor verbrachten wir, die Bigband mit unserem Musiklehrer, Herrn Weber, vom 24.-29. Oktober eine schöne und sehr arbeitsreiche Woche im Haus Altfrid in Essen-Kettwig. Geprobt wurde morgens ab  neun und am Nachmittag. Abends wurde aufgenommen. Umzingelt von Mikrofonen, Stativen, Kabeln, einem großen Mischpult und einem schwer beschäftigten Tontechniker (ein ehemaliger Schüler unserer Schule),  machten wir Tonaufnahmen von den besten Stücken der letzten Jahre. Dabei sind20161028_201819b unsere Highlights wie „Family Guy, Big Bang Theory, die Muppets Show, West Side Story“ und andere. Mit diesen Aufnahmen beschließen wir nun unsere drei Jahre währende Bigbandzeit, da knapp die Hälfte des Ensembles sich nach den Sommerferien in der Jahrgangsstufe 13 auf das Abitur vorbereiten wird.  Wir freuen uns, dass uns einige Stücke als klingende Erinnerung erhalten bleiben, die auch für Sie vielleicht auf einer CD zu hören sein werden.

Die Bigband

 

 

Viel Spaß auf unserer Musikfahrt 2016

Chor St. Altfrid 2016 3Natürlich war es oft anstrengend. Andrea Stuckenholz,  die die Chorarbeit leitete, probte mit uns sieben Stunden am Tag. Trotzdem, vielleicht auch deswegen, hat es uns viel Freude bereitet. Gerade der Gruppenspaziergang am Morgen nach dem Frühstück, noch bevor der erste Ton gesungen war, tat uns immer gut und bescherte uns neue Kraft. Unsere Freizeit war ausgewogen, ebenso der Speiseplan im Haus Altfrid. Mit unseren neuen jeweils vierstimmigen Musikstücken, wie „Angels“, dem Genre Jazz zuzuschreiben und „Fix you“ (Rockballade) sowie Psalite aus dem 16 Jahrhundert, die wir zunächst in einzelnen Stimmgruppen geprobt haben, bevor wir sie zusammensetzten, kamen wir gut voran, sodass wir ein klanglich schönes Ergebnis erreichten, das wir am Ende der Fahrt präsentieren konnten und auf das wir stolz sein können.

Wir freuen uns schon auf die nächste Musikfahrt, natürlich mit unserem Chor!

Der Chor

Die jährliche Musikfahrt ist eine anhaltende Sternstunde über der scheinbar eine Fermate zu stehen scheint. Die Wirkung ist spürbar bis weit in das Schuljahr hinein und wirft ihren Schatten voraus in Vorfreude auf die nächste Fahrt. Konzentrierteste und tief ernsthafte Beschäftigung mit klingender Materie, die uns im Innersten berührt und uns fühlen lässt, was wir nur durch die Musik fühlen, macht diese gemeinsame Zeit mit unseren wunderbaren „Kindern“ zu einem einzigartigen Erlebnis.

Auch ich freue mich auf die nächste Fahrt!

Jochen Weber