Archive for September, 2015

Rückblick: Schauspiel der Klasse 12 „Abseits der sicheren Pfade“

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GroteskeDen diesjährigen Reigen der Klassenspiele eröffnete die Klasse 12 S, abseits der sicheren Pfade.

Mit Verve und sichtlichem Spaß spielten die Schüler die Groteske zwischen Orient und Okzident unter der Leitung von Frau Thömmes und professioneller Hilfe von Frau Zwick.

Mit derben Kalauern, feinen Wortspielen und einem gehörigen Gespür für Skurriles brachte das Klassenensemble das Publikum und selbst den Autor Markus Mohr, der die Inszenierung seines Stückes am Samstag besuchte, zum Lachen.

Eingedenk einer sehr kurzen Probezeit, unterbrochen von einer gelungenen Studienfahrt nach Italien, wuchsen die Schüler über sich hinaus. An beiden Abenden zogen sie mit ihrer Spielfreude, den wunderbaren Kostümen, einer bezaubernden Kulisse die Zuschauer in ihren Bann.

Ein fulminanter Erfolg!

Bravo!

A. Schäfers, Klassenbetreuerin der 12

 

Diese Mail erreichte die Schüler/Innen der 12. Klasse vom Autor des Theaterstücks:

Liebe Schüler/innen der Klasse 12,

obwohl ich mich ja schon kurz auf der Bühne bei euch bedanken konnte, möchte ich es mir jedoch nicht entgehen lassen, euch auch auf diesem Wege noch einmal ein dickes Lob für Euer Theaterprojekt auszusprechen.

Euer Spiel hat mich (und meine Tochter) begeistert, besonders wenn ich im Programmheft lese, dass ihr fast alle auch noch doppelt gelernt und geübt und so an den Tagen verschiedene Rollen aufgeführt habt. (Wer kam eigentlich auf diese ungewöhnliche Idee?)

Auf der Bühne habt ihr dann meinen erdachten Figuren Leben eingehaucht, und ich dachte ganz oft: Ja, so … genau so hab ich mir die beim Schreiben vorgestellt. Dafür danke ich euch ausdrücklich.

Dass ihr, obwohl eine recht kleine Klasse, dieses Stück in Angriff genommen habt, spricht nicht nur für Mut und Lust auf sinnvollen, verrückten Humor, sondern auch für eine – so ist meine Einschätzung – außergewöhnliche Klassengemeinschaft (denn alle haben mitgespielt!), die durch dieses Projekt sicherlich noch an Qualität gewonnen hat.

Das, was ich am Samstag vergaß zu würdigen, ist die Arbeit und den Einsatz eurer Klassen- und Theaterlehrer und -lehrerinnen. Glaubt mir: Es ist nicht normal (jedenfalls nicht an Regelschulen), dass sich Pädagogen den zusätzlichen Aufwand, Stress und dann noch unter Zeitdruck antun. Aber die Waldorfschulen sind da ohnehin vorbildlich. In dieser Hinsicht habt ihr oder/und eure Eltern eine gute Schulwahl getroffen.

Übrigens ist euer Theatersaal fantastisch, ja, wunderbar.

Noch eins: Wer hat eigentlich das Bild fürs Plakat erstellt? Habt ihr ja wohl nicht selber gemacht, oder? Mann, Mann, Mann… Toll!

Ich wünsche euch nun ausdrücklich noch einmal alles Gute für euren weiteren Lebensweg. Vielleicht wird der/die eine oder andere aus eurer Klasse dem Theater oder der Schauspielerei in irgendeiner Form ja noch treu bleiben. Das wäre doch wunderbar …

Euren Lehrern und Lehrerinnen wünsche ich noch viel Kraft und weiterhin den Enthusiasmus, sich weiteren Theaterprojekten zu widmen (… aber dabei immer auch ein Auge auf die eigene Belastungsgrenze zu haben …).

Wünsch euch allen watt …

Euer Markus Mohr”

 


Schöne Herbstferien!

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Herbst,
der große Sonnenuntergang des Jahres

Im Jahreskreis stehen wir an einer Schwelle: der Sommer geht zu Ende und die dunkle Jahreszeit steht vor der Tür. Wir schauen auf das was wir im Frühjahr gesät haben, das heißt auf alles was wir auf den Weg gebracht und nach der Wachstumszeit über den Sommer nun als Ernte eingebracht haben. Die Arbeit hat sich gelohnt. Dein Haus, dein Herz, deine Seele sind gefüllt mit dem, was du für den Winter brauchst.

Wähle gut, was brauchst du lebenswichtig für die lange Zeit der Dunkelheit. Was hat sich bewährt in den letzten Jahren. Was ist Neues hinzugekommen? Was ist es wehrt mitgenommen zu werden, was solltest du besser zurücklassen?  Unnötiger Ballast bringt dein Boot zum kentern, gefährdet deine Reise, aber was zu wenig ist lässt dich hungern und frieren. Also wähle gut!Herbst

Ehrt euch gegenseitig für die Arbeit, die Ihr in den vergangenen Monaten geleistet habt, um die gemeinsame und persönliche Ernte einzubringen. Dankt allen, die euch zur Seite gestanden haben, euch unterstützt und genährt haben.

Dann besteige dein Boot, über den großen Fluss, hinab in die dunkle Welt des Ausruhens, die Zeit der Innenschau. Dort ist Schutz und Geborgenheit und eine lange Zeit des kräfteschöpfens für dich!

Wir wünschen der gesamten Schulgemeinschaft schöne Herbstferien und einen guten Start in die dunklere Zeit des Jahres!


Vermessungspraktikum der 10 R/S

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Hallo liebe Schulgemeinschaft,

wir sind hier – in Faulenfürst im Schwarzwald – alles andere als faul! ;-) Wir vermessen die Welt…oder auch die umliegende Landschaft hier! Nach etwa 9 Stunden Zugfahrt und einem,  steilen Berganstieg sind wir am Sonntag, den 30. August 2015 bei ungewöhnlich warmen 30°C hier angekommen. In der ersten Woche haben wir draußen das Gelände vermessen und werden in den nächsten Tagen eine maßstabsgetreue Karte anfertigen.

Auch der Spaß kommt hier nicht zu kurz! In unserer Freizeit schlafen wir (natürlich), spielen Billard, Tischtennis oder Fußball und am Samstag haben wir einen Ausflug nach Freiburg gemacht.

Am Donnerstag, 10. September 2015 endet unser Praktikum und wir fahren zurück nach Hause.

Liebe Grüße aus dem mittlerweile sehr abgekühlten Schwarzwald schicken euch SchülerInnen und Betreuer der 10 RS.10 RS


Heute hier morgen dort…die 7K unterwegs…

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“Wenn Du schnell gehen willst, geh´ alleine, Wenn Du weit gehen willst, geh´ mit anderen gemeinsam”

In der eigentlich ersten „richtigen“ Schulwoche haben wir unsere Klassenfahrt unternommen. Wir sind auf der Seenplatte in Mecklenburg – Vorpommern von Lagerplatz zu Lagerplatz gepaddelt, mit tatsächlich “Sack und Pack” in den Booten. Mit großen Essenskisten, Gasflaschen, Kochern, Töpfen, Zelten, Isomatten, Schlafsäcken und den persönlichen Kleidungsstücken, alles gut verpackt in wasserfesten Säcken und Tonnen, sind wir pro Tag jeweils 14 km gepaddelt. Wir haben es unter der Anleitung  eines eos- Mitarbeiters gelernt und hatten dabei eine Menge Spaß! Jeweils Dreier- oder Zweier-Teams saßen in einem Boot, sind zusammengestoßen und in ganz andere Richtungen gefahren als eigentlich angedacht. Die gute Laune hat das nicht getrübt, im Gegenteil!!! Unsere 13 Boote, die manchmal recht weit über den See verstreut und  weithin zu hören waren, bildeten doch immer eine Gemeinschaft. Das Wetter und die Landschaft waren herrlich und die Stimmung, obwohl der tägliche Lageraufbau und alles was damit zusammenhing auch anstrengend war, immer gut. Auch gab es immer wieder die Möglichkeit im See zu schwimmen. In Seewalde, einer heilpädagogischen, anthroposophischen Dorfgemeinschaft, haben wir zwei Tage auf einer großen Wiese direkt am See campiert und den sonnigen Donnerstag mit Wasserspielen, u.a. einer Kanustaffel, Spielen, Schwimmen, Lagerfeuer am Abend, Stockbrot, gegrillten Würsten und Singen zugebracht. Die anschließende Nachtwanderung ist allen nachhaltig in Erinnerung geblieben.

Diese Fahrt hat allen sehr viel Spaß gemacht, wir haben viel zusammen gelacht, gespielt, getobt ……Wir haben aneinander Seiten entdeckt, die wir noch nicht kannten. Das hat unsere Klassengemeinschaft nachhaltig zusammengeschmiedet.

Wir danken noch einmal von dieser Stelle aus den lieben Eltern, die uns diese Fahrt finanziell ermöglicht haben.

 Die 7. Klasse und Frau Kusenberg


ALANYA – Kolleginnen der Waldorf Initiative zu Besuch

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Alanya3Nun hatten wir zwei Wochen ganz besonderen Besuch an unserer Schule.

Zwei Kolleginnen aus Alanya, die intensiv am Schulaufbau einer noch kleinen Waldorfinitiative tätig sind und Klassenlehrerinnen der zweiten und dritten Klasse waren an unserer Schule und haben zum ersten Mal die Möglichkeit gehabt, eine bestehende Waldorfschule zu erleben.

Vor einigen Jahren machte ich die Bekanntschaft mit dem Gründungsvater der Waldorfinitiative Alanya, Orhan Demirtas. Er war händeringend auf der Suche nach türkischstämmigen Waldorflehrern, die ihn vielleicht bei seiner Idee, eine Waldorfschule auch in der Türkei zu gründen zu unterstützen. Nach langer, intensiver Suche hatte er meine Kontaktdaten herausgefunden und sich bei mir gemeldet. Wir trafen uns und ich war begeistert von der Idee, dass sich Menschen in der Türkei gefunden hatten, die eine Waldorfschule gründen wollten und war bereit beratend diese Initiative zu unterstützen.

Nachdem einige Seminare über die Grundlagen der Waldorfpädagogik in Alanya stattgefunden hatten, stellte sich heraus, dass es nötig war, dass erfahrene WaldorflehrerInnen die Kolleginnen direkt vor Ort in Alanya unterstützen. So wurde ich nach Alanya eingeladen, um mit den Kolleginnen vor Ort zu arbeiten.

Sehr herzlich wurde ich empfangen und schon am nächsten Tag hatte ich die Möglichkeit, die Kolleginnen und die Schüler kennen zu lernen.

Da die Waldorfinitiative noch kein eigenes Schulgebäude gefunden hatte, hatte sich die Initiative mit zwei Klassenräumen in einer Privatschule eingemietet. Vom Schulgebäude aus, konnte man direkt auf das Mittelmeer und zur anderen Seite auf die noch schneebedeckten Berge schauen. Direkt an der historischen Burg von Alanya befindet sich die Privatschule Öhep mit ihrer Unter-, Mittel- und Oberstufe. In dieser großen schon lange bestehenden Privatschule, befanden sich nun auch die beiden kleinen Klassenräume der noch sehr frischen und zarten Waldorfinitiative mit ihren insgesamt 20 Schülern der ersten und zweiten Klasse. Die beiden Klassenräume waren sehr liebevoll eingerichtet, mit lasierten Wänden, einem Jahreszeitentisch, Bänken und Kissen. Sehr unterscheiden sich diese beiden Räume von den anderen Klassenräumen der Schule- zwei völlig verschiedene Welten treffen dort aufeinander.

Ich verbrachte sehr intensive Wochen mit den Kolleginnen, den Eltern und auch den Schülern. Mit täglichen Unterrichtshospitationen von 8.00-16.00Uhr, den anschließenden Besprechungen mit den Kolleginnen, Elterninfotagen und -gesprächen sowie vielen organisatorischen Dingen, die eine Schulgründung betreffen, vergingen die drei Wochen sehr schnell. Mit großer Begeisterung und Tatkraft waren alle mit vollem Einsatz bereit, mit mir zu arbeiten. Bei den Eltern und auch bei den Kolleginnen konnte ich deutlich spüren, wie froh man war, dass ich als erste türkischstämmige und türkischsprechende Waldorflehrerin beratend zur Seite stand, denn die Seminare, die bereits in Alanya stattgefunden hatten, wurde von Christoph Doll (Dozent am Lehrerseminar in Berlin) mit einem Übersetzer veranstaltet. Nun hatten die Eltern und Kolleginnen die Möglichkeit, all ihre Fragen direkt zu stellen, ohne dass bei einer Übersetzung etwas verloren ging.Alanya2

Noch während dieser intensiven drei Wochen war klar, dass man sich wünschte, dass ich die pädagogische Beratung der Waldorfinitiative übernehme, um auch die Kolleginnen weiterhin zu betreuen und zu unterstützen. Mit wöchentlichen Skype Konferenzen stand ich in regelmäßigem Kontakt mit einigen Eltern und den Kolleginnen.

Vor den Osterferien stand dann mein nächster Besuch in Alanya an. Ebenso intensiv und arbeitsreich. So waren Eltern der Initiative sehr motiviert auf der Suche nach einem geeignetem Grundstück oder Schulgebäude, um ihrer Initiative auch den geeigneten Raum zu bieten. Jedoch gestaltete sich die Suche, bis heute nicht so einfach, da die Miet- und Kaufpreise in Alanya sehr hoch sind und die zwanzig Elternhäuser und ganz besonders der Gründungsvater Orhan Demirtas die finanziellen Mittel selber aufbringen müssen.

Auch wurde mir immer deutlicher, wie wichtig es für die Motivation und Vision der Kolleginnen ist einmal eine bestehende Waldorfschule sehen. So entstand die Idee von Mülheimer Seite eine Einladung auszusprechen.

Nun habe ich die beiden Kolleginnen Aysegül Gök und Mehtap Arkadas nach zwei Besuchswochen an unserer Waldorfschule Mülheim zum Flughafen nach Düsseldorf gefahren.

Voller Begeisterung, mit vielen Eindrücken und vielen Notizen für ihre eigene kleine „Waldorfschule“ sind sie nun wieder in Alanya und wollen mit gesteigerter Kraft und Motivation in Alanya das nächste Schuljahr beginnen.

Natürlich gäbe es noch viel mehr über meine Arbeit in Alanya und mit den Menschen dort zu berichten, jedoch hoffe ich, dass ich mit meinem kleinen Bericht unserer Schulgemeinschaft einen kleinen Einblick verschaffen konnte, denn einige Kinder werden von unserem Besuch Zuhause vielleicht etwas erzählt haben.

Alanya1Auf diesem Weg möchte ich mich bei allen meinen Kollegen/innen bedanken, die es möglich gemacht haben, dass Aysegül und Mehtap den Hauptunterricht aller Unter- und Mittelstufenklassen besuchen konnten und den Eurythmieunterricht von der Unterstufe bis zur Mittelstufe kennen lernen konnten. Ebenso möchte ich mich für die liebe Unterstützung in der Verwaltung bedanken, die es möglich gemacht hat, dass unsere Gäste nett empfangen wurden.

Auch einen herzlichen Dank an unsere Schüler, die neugierig und liebevoll den beiden Lehrerinnen begegnet sind.

 

E. R. Yapca

Klassenlehrerin 6Y und Mallehrerin der Oberstufe