Archive for November, 2012

Benefizkonzert

No Comments »

Impressionen des Konzertes:

Schulband

 

Detlef Neuls & Rolo Sterges

 

Men in Milk

 


Rückblick

No Comments »

Nach den beiden Aufführungen unseres Klassenspiels am 9. und 10. November, die „Komödie der Eitelkeit“, sind wir alle ziemlich erleichtert, diese Aufgabe gemeistert zu haben.

Wir sind vor allem froh, sie mit diesem Ergebnis beendet zu haben, denn im Laufe der ganzen Probenzeit kommen einem als Schüler natürlich immer mal so Gedanken und Zweifel, ob man das ganze überhaupt zufriedenstellend schafft. Doch jetzt im Nachhinein, wo wir als Klasse von Lehrern, Freunden und Eltern viele positive Rückmeldungen bekommen haben, sind diese Zweifel wie weggeblasen.

Viele positive Kommentare griffen die musikalischen Einlagen des Abends auf. „Die Lieder haben alles etwas aufgelockert“ sagten viele Eltern. Zudem wurde die gute Aussprache gelobt. „Ich konnte eigentlich alles verstehen“ sagte eine ehemalige Schülerin der Schule. Kritisiert wurde von der Mehrheit unser Stück, was sicherlich beim Zuschauen sehr kompliziert und schwierig zu verstehen war. Einigen war es zu chaotisch und zu laut: „Ich habe mir zwischendurch eine Pause von diesem ganzen Chaos gewünscht“, so eine Schülermutter. Doch trotzdem betonte eigentlich jeder die gute Umsetzung und lobte unser Schauspiel.

Wir sind als Klasse sehr zufrieden mit unserer Leistung und können uns nur ganz herzlich bei dem Publikum bedanken, das uns an beiden Abenden einen gut gefüllten Saal bescherte.
Als Klasse haben wir außerdem sicherlich sehr viel gelernt und können uns jetzt wieder voll und ganz auf den normalen Schulalltag konzentrieren.

Die 12. Klasse


Pflanzenaktion: Über 100 fleissige Hände im Einsatz

No Comments »

Am Samstag, 10.11.2012 war es soweit. Das Außengelände der Waldorfschule Mülheim-Ruhr wurde begrünt.

In einer groß angelegten Pflanzaktion haben über 60 freiwillige  Eltern, Lehrer, Mitarbeiter und last but not least Schüler das “Gartenprojekt” rund um das Unterstufengebäude umgesetzt.

Auf dem Außengelände wurden Weißbuchenbäume und Birken geplanzt, Hainbuchen zu einer Hecke gesetzt, Bäume geschnitten, Beete gesäubert – ein Vormittag voller – zum Teil harter – Arbeit aber auch netter zwischenmenschlicher Kontakte und guter Laune.

Die frisch gesetzten Bäume werden noch die nächsten 3-4 Jahre durch stabile Pfosten und Lattenzäune geschützt. Sobald die Wurzeln festen Halt gefunden haben, können die Kinder unserer Schule nach Herzenslust klettern. Jetzt heisst es abwarten und die Natur arbeiten lassen.

Danke allen Helfern!


Benefizkonzert

No Comments »

Da sich im Verlauf der letzten zwei Jahre die Zahl der ausgegebenen Mittagessen in der Mensa der Freien Waldorfschule mehr als verdoppelt hat, hat sich an der Schule die Notwendigkeit zahlreicher Umbauten ergeben.

Da diese Umbauten und Vergrößerungen nicht kostenlos zu haben sind, soll mit Hilfe eines Benefizkonzertes zu Gunsten der Schulküche Geld gesammelt werden, um weitere Umbauten finanzieren zu können. Das Konzert findet am 23.11.2012 ab 19.00 h in der Freien Waldorfschule in Mülheim an der Ruhr, Blumendeller Straße 29 statt.

Beim Konzert werden bekannte Mülheimer und Essener Musiker, die auch an der Waldorfschule unterrichten wie Detlef Neuls and Friends oder die Band Miramas mit Antonio Asensio. Zudem spielt  die Schulband der Waldorfschule und nicht zuletzt die Band “Men in Milk “, deren Mitglieder zumeist Schulväter sind und auf deren Initiative das Konzert zurückgeht.

Das Küchenteam wird an diesem Abend in gewohnter Qualität für das leibliche Wohl mit Speisen und alkoholfreien Getränken sorgen.

Da der Saal der Schule nur eine begrenzte Menge an Zuschauern fasst, bitten wir um eine telefonische Reservierung unter der Nummer 0208/497023. Da es sich bei der Veranstaltung um ein Benefizkonzert handelt und die Karten kostenlos sind, hoffen wir auf zahlreiche Spenden.

Vor dem Konzert findet ab 17.00 h ein Küchenflohmarkt statt, auf dem verschiedene Utensilien für die heimische Küche erworben werden können.

Norbert Sturm, Detlef Neuls

 


528_2012-10-k88chenutensilien_2012-10-04

No Comments »
[Bild nicht gefunden]

Schule unterwegs – Klassenfahrt der Klasse 6E zu der Hallig Hooge im September 2012

No Comments »

There is a place – where heaven and earth share the same stage.

(So steht es auf einem riesigen Plakat der Schutzstation Wattenmeer auf der Hanswarft der Hallig Hooge.)

Und es war allen Beteiligten, Kindern wie Eltern, schon bei der Überfahrt auf dem Schiff klar: wir werden an einem ganz besonderen Ort sein!!!

Dieser Ort war so gewählt worden, dass er weg von der Zivilisation und Reizüberflutung des Ruhrgebiets, mit den Autobahnknoten und Handymastwäldern, ins Nichts führen sollte. (sieht man einmal von den Windkraftanlagen entlang der Festlandküste ab…) Dennoch oder gerade deshalb, haben wir viele schöne und intensive Erlebnisse gehabt!

 Die Schülerinnen und Schüler berichten hier:

Ankommen 

Nach einer langen Fahrt mit Zug und Schiff kamen wir auf der Hallig an.  Die Hallig Hooge breitet sich atemberaubend aus. Wir gingen zu unserer Warft und packten unsere Sachen aus. Danach erkundeten wir die Landschaft. Die Landschaft war sehr flach. Auf den Wegen fuhren schöne Pferdeomnibusse. Als wir zum Meer gegangen sind, glitzerte es in der Sonne. Es gab schöne Pflanzen, die wir teilweise nicht kannten, weil da besondere Salzpflanzen wachsen. Deshalb brauchen die Schafe und Rinder keine Salzsteine. Um die Weiden und Wiesen waren überall kleine Priele, die voll mit Wasser standen. Bei“ Landunter“ ist alles voller Wasser, außer bei den Warften, die höher liegen.

Alena, Emily,Shirin

Das Quartier -  Die Jugendwarft

Die Jugendwarft war sehr groß mit einem schönen Spielplatz und Priel vorne dran. Der Essraum war groß, hatte links ein Regal voller ausgestopfter Vögel und rechts vier Bänke und Tische, wo wir uns hinsetzten. Die Treppe war eng. Oben waren die Zimmer. Oben war kein Bad vorhanden, stattdessen mussten wir immer ins Erdgeschoss. Unten im Bad waren jeweils sechs Waschbecken, drei Duschen und zwei Toiletten. Das Essen war gut. Wir haben sogar ein Kartoffelpufferwettessen gemacht.

Aber das Beste  der Jugendwarft war Eddi! Er war ein Kälbchen und zuckersüß! Wir verbrachten fast die ganze Freizeit bei ihm. Er lebte im Vorgarten und wurde mehrmals täglich mit einem Eimer voll Milch gefüttert, denn er war ein Waisenkind. Vor der Warft war ein riesiges Feld mit einer Koppel, einem XXL „Mensch-Ärgere-Dich-Nicht“-Feld und einem Fußballplatz. Wir probierten alles aus; wir gingen auch übers Feld zur Koppel und streichelten die Pferde.

Ella, Lea, Mara

Hallig Umrundung

Wir sind zum Fähranleger gelaufen und haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe lief rechts um die Hallig, die andere links herum. Wir sind viel auf Steinen gelaufen, die das Wasser abstoppen sollen. Das war der befestigte Sommerdeich. Die andere Gruppe musste einen kleinen Umweg gehen, weil da was gesperrt war. Der Weg war aber als Wiesenwerg schöner. Wir haben uns auf der Hälfte auf einer Wiese mit Badestelle getroffen. Dort lagen große Heuballen. Dort haben wir Rast gemacht und sind zum Schwimmen gegangen. Im Wasser waren viel Seegras, Algen und Quallen. Das war schon ekelig. Aber wir haben trotzdem ausgiebig geplanscht! Vier Leute haben die ganze Hallig umrundet. Die anderen haben die Abkürzung über Feldwege genommen. Wir kamen zur Hanswarft. Dann sind wir zur Backenswarft (unserer Jugendwarft) gelaufen. Danach haben wir geduscht und gegessen.

Benjamin, Maximilian, Noah

Die Schlicktaufe

Vor unserer Jugendwarft war ein matschiger, schlickiger, schwarzer Priel. Es führte eine kleine schmale Brücke ohne Geländer darüber. Daran war ein kleines Plastikboot angebunden, in das ca. 5 Kinder reinpassten. Es war allerdings nicht sehr seefest und man konnte also keine „Seefahrt“ machen ohne alle 3 Sekunden zu kentern. Nach dem Abendessen durften wir noch eine Stunde draußen spielen. Das taten wir auch und zwar vor dem Priel und bald auch im Priel, aber wir müssen der Reihe nach erzählen. Alles fing mit einem friedlichen Spiel an: ein paar aus unserer Klasse machten sich einen Spaß daraus eine kleine Bootstour zu machen. Aber wie wir schon sagten, war das Boot nicht seefest und kenterte alle 3 Sekunden. Also fiel auch alle drei Sekunden ein Kind ins (flache) Wasser. Vor Schreck weiß tauchte es ins Wasser und kam schwarz vom Schlick wieder an die Wasseroberfläche. Die weißen Hemden wurden sofort schwarz. Ein paar Minuten später war fast die halbe Klasse im Wasser und eine wilde Schlammschlacht begann. Irgendwann waren (fast) alle im Priel mit Unterhose und Unterhemd.

Unsere Lehrerin Frau Engel war nicht sehr begeistert, und sie drohte alle Kinder in der Dusche abzuschrubben. Das besorgten die Kinder untereinander zunächst mit Prielwasser und dann in der warmen Dusche. Viele fanden dann Muscheln und Algen in ihren Unterhosen.

Pauline, Philippa, Violetta

Die Wattwanderung

Wir waren am nördlichsten Zipfel Deutschlands auf einer Hallig. Wir hatten sehr viel Spaß und besonders viel Spaß hatten wir bei der Wattwanderung. Wir gingen los, über die Hallig und nach 30 Minuten Fußweg kamen wir am Westufer an. Dort trafen wir unsere Wattführerin. Dann wanderten wir los, unser Ziel war der Japsand, eine große Sandbank im Watt. Wir sind durch Algen, Schlick und kleine Priele gelaufen. Alle 500m blieben wir stehen, damit die Wattführerin uns über die verschiedenen Lebewesen im Watt informieren konnte. Nach zwei Stunden kamen wir an und packten hungrig unsere Lunchpakete aus. Ein wunderschönes Bild hatte man hinter dem Japsand auf das offene Meer. Wir liefen zurück, fröhlich und beglückt von dem schönen Erlebnis. Doch da wurden wir plötzlich überrascht, langsam aber bedrohlich stieg der Meeresspiegel an. Wir schafften es gerade noch vor der Flut zu „fliehen“.

Jannis, Sadjah, Tom

Sturmflutkino

Nach der Wattwanderung wanderten wir noch zur Hanswarft zum Kino. Das Kino war noch nicht bereit, also gingen viele von uns in einen Souvenirladen um sich zu beschäftigen. Aber kurze Zeit später mussten sich alle ihre Plätze im Kino suchen, dann ging es los. Wir sahen einen Film über eine Sturmflut mit Landunter. Man erzählte, dass, wenn eine Sturmflutwarnung kommt, alle Halligbewohner ihr Vieh und die Gräte auf die Warften in Sicherheit  bringen müssen. Warften sind Hügel, wo die Häuser und Scheunen drauf stehen. Bei Landunter ist die gesamte Hallig vom Meer überspült. Wenn sich der Sturm und die Flut gelegt hatten, konnten die Warftbewohner schnell mit einem Tastsock zu den anderen Warften hinüber gehen um den Nachbarn zu helfen. Bis das Wasser abfloss dauerte bis zu einigen Tagen.

Anne, Leonie

Hallig Rallye

In vier Gruppen aufgeteilt liefen wir auf unterschiedlichen Routen über die Hallig. An Stationen haben wir versucht Punkte zu bekommen. Zuerst war unsere Gruppe auf der Hanswarft.. Dort erwarteten uns zwei Eltern, die uns Fragen gestellt haben, z.B.: Was ist der Königspesel? Antwort: Der Königspesel war ein Gasthaus, das vorher ein Kapitänshaus war und eine sehr schöne Stube = Pesel hat. Seit der dänische König dort übernachtet hatte, hieß es Königspesel. Die nächste Frage war: Wie viele Schwemmgut Schuhe stehen vor dem Souvenirladen? Einige von uns fragten die Verkäuferin. Sie sagte 175 und schon hatten wir 2 Punkte!!! Auf der Warft stand ein Sarg und die Frage war: aus was bestand er? Das wussten wir auch, weil wir das am Tag zuvor gelernt hatten. Also er bestand aus Sandstein und der kam aus dem Rheinland. Dann sind wir zu Schulwarft gerannt, auch Ockelützwarft genannt. Bei Landunter kriegen die Kinder Aufgaben per email. Es gehen z.Zt. nur 8 Kinder in die Schule und der Kindergarten wurde geschlossen, weil es keine Kindergartenkinder mehr dort waren.

Der Seglerhafen sieht fast wie eine Schleuse aus. Dort stehen die Schiffe 6 Stunden auf dem Grund, weil das Wasser weg geht (Ebbe). Die anderen 6 Stunden am Tag ist das Wasser da, weil dann Flut ist. Die letzte Station war der Anleger. Dort mussten wir herausfinden, wie die Fähre hieß, mit der wir gekommen waren. Nach langem Überlegen wussten wir die Antwort: es war die Hiligenlei. Die letzte Frage war: Was ist der Hallig Taler? Wir fragten an einem Informationsstand. Die Frau erzählte, dass der Hallig Taler ein Taler ist, den man Kaufen kann für 1 €. Das Geld wird gespendet um die Hallig schön und sauber zu erhalten, wenn z.B. die Touristen ihren Müll dort liegen lassen.

Lena, Amira, Antonia,Pia

Nachtwanderung / Abendprogramm

Wir sind um 22.30h von unserer Warft losgegangen. Als erstes mussten wir uns an einem Seil festhalten, dann machten wir einen Stopp um den wunderschönen Abendhimmel anzugucken. Wir konnten die Kassiopeia und den Großen Wagen sehen. Dann sind wir am Meer entlang gelaufen und haben uns den Mond angeguckt. Er war noch fast voll und spiegelte sich im Meer. Wir kamen an einem großen Stein vorbei, in dem man den Wind rauschen hörte. Er hieß Windstein. Wir gingen zurück und machten uns bettfertig. Am nächsten Abend haben wir einen Spiele – Abend gemacht. Wir haben „Werwolf“ und Ratespiel und Pantomimen gespielt. Wie jeden Abend mussten wir ins Tagebuch schreiben. Danach sind wir raus gegangen und haben „Sternschnuppen“ fliegen lassen. Das waren Stäbe mit einem blauen Licht und zwei Flügeln. Man spannte daran eine Gummifletsche und schoss sie ab. Im Dunkeln sah es wie ein Kometenschwarm aus. Einer ist auf den gegenüber liegenden Zaun geflogen und einer in den Priel.Man hat gesehen, wie das Licht langsam ausging. Das war ein schöner Abschluss, denn am nächsten Morgen war die Abreise.

Luca, Louis, Sean

 

 


Wer? Wie? Was? – So läuft’s in den Arbeitskreisen

No Comments »

Am Mittwoch den 24. Oktober fand im großen Saal unserer Schule ein buntes Treiben statt: Die Schulpflegschaft und Elternvertretung (SPE) hat unter dem Titel „Wer? Wie? Was? – So läuft’s in den Arbeitskreisen“ alle Arbeitskreise und Gremien unserer Schule eingeladen, sich der Elternschaft vorzustellen. Viele Kreise sind dieser Einladung gefolgt und haben ihre Arbeitsbereiche an      liebevoll gestalteten Ständen dargestellt. So hat der Basarkreis mit seinen „Warenproben“ nicht nur die Lust am Basteln, sondern auf jeden Fall auch schon die Vorfreude auf den kommenden Adventsbasar geweckt, der Saalbaukreis hat an Stellwänden die neuen Entwürfe präsentiert, der Außenkreis zum Anwerben von Freiwilligen für die bevorstehende Gartenaktion echte Kübelpflanzen herangekarrt und der Küchenkreis zwischen Bildschirmpräsentation und Küchenutensilien leckeren Schokokuchen angeboten, um „mit Speck die Mäuse fangen“.

Ihnen und allen anderen teilnehmenden Arbeitskreisen und Gremien sei herzlich für diesen fröhlichen, interessanten und kommunikativen Abend gedankt. Denn nicht nur für diejenigen Eltern, die gekommen sind, um sich über die Möglichkeiten des Elternengagements an unserer Schule zu informieren, sondern auch für die Mitglieder der Arbeitskreise selbst war diese Veranstaltung eine gelungene Möglichkeit des Kennenlernens, Austausches, Informieren. Und vielleicht gibt es ja im nächsten Jahr neben dem kulinarischen Genuss auch noch einen Ohrenschmaus von Chor oder Orchester? Wir freuen uns auf jeden Fall schon jetzt auf eine Fortsetzung – nicht nur für die Eltern der dann neuen ersten Klassen!

Jenny Sundmacher

 


Vortrag von Henning Köhler

No Comments »

Am Mittwoch, 21. November 2012 um 20.00 Uhr hält Henning Köhler, Heilpädagoge, Buchautor  („Schwierige Kinder gibt es nicht“, „Von ängstlichen, traurigen und unruhigen Kindern“, „Vom Rätsel der Angst“ u.a.), Mitbegründer des Studienkreises für Neue Pädagogik,

einen Vortrag zum Thema:

DIE ZUKUNFT DES KINDES IST UNANTASTBAR

Über den  grundlegenden Unterschied zwischen freiheitlicher und manipulativer Pädagogik. Eine erziehungsphilosophische Betrachtung mit praktischen Konsequenzen.

Wir freuen uns sehr, Ihnen diesen  besonderen, zukunftweisenden Vortrag ankündigen zu dürfen. Lassen Sie ihn sich nicht entgehen!

Hier ein kleiner Vorgeschmack durch Erläuterungen Henning Köhlers zum Thema:

„Freiheitliche Pädagogik unterscheidet sich von manipulativer Pädagogik vor allem dadurch, dass jene vermeiden will, die Kinder gegen ihren Willen zu „prägen“. Nach Möglichkeit soll also nichts unternommen werden, was festlegend (determinierend) auf die Zukunft des Kindes vorgreift. Das ist natürlich ein Ideal, dem wir uns nur annähern können. Natürlich gibt es prägende Kindheitserlebnisse. Aber immer stellt sich die Frage, ob das, was ein Kind mitnimmt an eindrücklichen, nachhaltigen Erfahrungen, ihm aufge-zwungen wurde – oder ob es sich für diese Erfahrungen ohne Nötigung geöffnet hat, weil ein entsprechendes Bedürfnis in ihm lebte. Der Irrglaube, man könne (und dürfe) pädagogisch in die Zukunft der Kinder hineinregieren, richtet seit Jahrhunderten unermesslichen Schaden an. Janusz Korczak sah das Problem sehr deutlich und formulierte deshalb ein „Recht des Kindes auf den heutigen Tag“. (Magna Charta der Kinderrechte, §2). Damit wollte er sagen: Schenkt den Kindern Zeit, Aufmerksamkeit, Liebe und eure Lebenserfahrung – heute! Ohne strategische Überlegungen, was in der Zukunft daraus werden könnte! Denn das liegt ohnehin nicht in eurer Hand! – Aus den spirituellen Hintergründen der Waldorfpädagogik wird überhaupt erst richtig verständlich, warum die Forderung nach einer nicht-determinierenden Pädagogik so eminent wichtig ist …. für unsere ganze Kultur.“

Gabriele Schomers-Milbrath


Komödie der Eitelkeit

No Comments »

 Hiermit laden wir, die 12. Klasse, Sie herzlich ein unser Klassenspiel die „ Komödie der Eitelkeit“ von Elias Canetti, zu besuchen.

Wir spielen am Freitag und Samstag, den 09. und 10. November, jeweils um 19:30h in der  Freien Waldorfschule Mülheim an der Ruhr, Blumendellerstr. 29.

Schon seit den Sommerferien bereiten wir uns auf diese Aufführungen vor und würden uns daher sehr freuen, Sie zahlreich begrüßen zu dürfen.

Das Drama beschäftigt sich mit einem für Canetti sehr typischen, gesellschaftskritischen Thema:

Wie verhält sich die Mehrheit der Gesellschaft unter dem Einfluss eines autoritären Regimes?

In der „Komödie der Eitelkeit“ wird schnell deutlich, wie sehr eine Gesellschaft ihre eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund stellt, nur um dem Sog der Masse folgen zu können, jedoch ohne dabei zu bemerken wie ihre Meinungsfreiheit, das Vertrauen untereinander und ihre Individualität vollkommen zerstört werden.

Der Mittelpunkt des Dramas ist die willkürlich handelnde Staatsmacht verbietet nicht nur alle Fotos und Spiegel, sondern auch alles andere, in dem man sich spiegeln könnte, wie Fenster und Gläser. Selbst beim Angeln müssen die Augen geschlossen sein, um nicht die Reflektion des Wassers oder der glänzenden Fischschuppen zu sehen. Die Eitelkeit wird dem einfachen Volk als eine Todsünde dargestellt, die ja „noch nicht einmal der Teufel besitzt“ – wie schlimm sind denn dann wir mit unseren Bedürfnissen? Canetti beschreibt hier dramatisch, aber in einer durchaus vorstellbaren und realistischen Weise, wie sich innerhalb der Jahre die Gesellschaft verändert. Was macht es mit einem Menschen, sich selber nicht betrachten zu können? Und welches Misstrauen entsteht unter den verschiedenen Charakteren  – wer besitzt noch solch eine „verbotene Frucht“?  „Spiegel“ wird zu einem verbotenen Wort und auf Schmeicheleien und schmeichelnde Blicke wird die Todesstrafe verhängt. Denn natürlich versucht auch so manch einer, seinen Nutzen aus der ganzen Sache zu ziehen. So entsteht schnell eine Art Schwarzmarkt, wo man für viel Geld einen Blick in den Spiegel erhaschen kann.

Treten Sie ein in eine Welt in der es Spiegelkranke gibt und wo Fotos, Schminke und Schmuck schon lange Geschichte geworden sind und sehen Sie, wie die scheinbare „Komödie“  mit der Zeit ihr wahres Gesicht als dramatische Wahrheit offenbart!