Der Werkunterricht
Bei der Arbeit am Holz und am Stein, beim Plastizieren und Töpfern, beim Schreinern, Besenbinden, Schmieden und Metalltreiben machen die Heranwachsenden die Erfahrung, dass sie sich den Bedingungen des Materials anpassen müssen. Ihre Freiheit wird nicht durch die Korrektur der Erwachsenen eingeschränkt, sondern durch den jeweiligen Werkstoff, mit dem sie gerade umgehen.Holzarbeiten
In der 6. Klasse beginnt die Arbeit mit dem Holz im Werkunterricht. Vom Sägen und Spalten eines Baumstammes über Schnitzen, Raspeln und Hobeln, bis hin zu den Verbindungstechniken des Schreinerns lernen Jungen wie Mädchen die einzelnen Schritte der Holzbearbeitung und wenden sie vom Instrumentenbau bis zum Möbelbau an.Sie üben dabei, ihre Hände und die verschiedenen Werkzeuge zu beherrschen und bedachtsam vorzugehen, zwischen Tun und Überprüfuen zu pendeln.
Steinhauen
Die Arbeit im Steinhauen ist eine besondere Herausforderung: Sandstein, Marmor, Kalk, Granit fordern jeweils eine eigene Technik. Jeder Schlag muss im Hinblick auf die Folgen bedacht und beherrscht sein. Was einmal weggeschlagen ist, kann nicht ersetzt werden. Der Jugendliche begegnet den Folgen seines Handelns.Beim Steinhauen sind Krafteinsatz und Fingerspitzengefühl zugleich nötig, und immer wieder Ausdauer und Geduld. Handwerkliches Können und künstlerische Gestaltung bedingen und durchdringen sich.