Der Waldorfabschluss
Die Waldorfschulzeit endet nach dem 12.Schuljahr.Die Schüler und Schülerinnen erlangen einen Waldorfabschluss. Sie haben im 12.Schuljahr die Aufgabe, zu zeigen, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten sie in ihrer 12-jährigen Schulzeit erlangt haben. Dazu müssen sie eine Jahresarbeit fertigen, die sowohl einen theoretischen, wie auch einen praktischen Teil hat. Beides stellen sie in einem Vortrag oder Kolloquium der Öffentlichkeit vor. Das Thema ihrer Arbeit wählen sie frei nach ihren Neigungen, Begabungen und Fähigkeiten in Abstimmung mit dem Kollegium.
Ein weiteres Element des Waldorfabschlusses ist das Klassenspiel. Als ganze Klasse erarbeiten die Schüler und Schülerinnen ein Theaterstück. Sie sind dabei für Regie, Rollenverteilung, Kulisse, Beleuchtung, Kostüme und Öffentlichkeitsarbeit selbst verantwortlich.
Der künstlerische Abschluss rundet den Waldorfabschluss ab. Im Fachgebiet Eurythmie und im Fachgebiet Musik erarbeiten die Schüler und Schülerinnen sowohl solistisch als auch im Ensemble Darbietungen für eine große Öffentlichkeit.
Damit ist die Reifeprüfung aus der Sicht der Waldorfpädagogen geschafft.
Die staatlichen mittleren Abschlüsse (Realschulabschluss, Hauptschulabschluss) erlangen die Waldorfschüler und Schülerinnen nach der 11.Klasse. Dazu legen sie in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch eben die zentralen Prüfungen ab, die ihre Kollegen an den Staatsschulen auch ablegen müssen.
Das Abitur wird nach der 13.Klasse ebenfalls zentral geprüft.
Daraus folgt, dass alle an der Waldorfschule erlangten Abschlüsse staatliche Anerkennung haben.