Zirkusaufführung der Kassen 2 - 6

Was für ein Zirkus

von Petra Gorlikowski

 

Einmal mehr rief uns die Schule und zog uns in ihren Bann. Diesmal rief sie: „Hereinspaziert, hereinspaziert …“

Nachdem wir am vergangenen Wochenende schon einen aufregenden, rauschenden Ball mit unseren Oberstufenschülern und gleich darauf noch ein großartiges Konzert im Saal erleben durften, reihte sich ein weiteres Highlight ein. Ein Zirkus.

Wir konnten uns als Familie die Nachmittagsvorstellung anschauen und wurden mit einer bunten Palette unterschiedlichster Akrobatik, Illusion und Clownerie auf hohem Niveau überrascht. Dargeboten mit einer Begeisterung und Professionalität, die ihresgleichen suchen muss. Angefangen mit schwungvollen musikalischen Untermalungen und schön abgestimmten Lichteffekten. Hier jetzt erst mal ein großes Dankeschön an die Jungs aus der Technik. Freiwillige aus der 10. Klasse – diese Gefälligkeit muss einfach auch mal Erwähnung finden.

Aber nun der Zirkus. Da gab es:

Wilde Tiere, die ihrem Dompteur mal umgekehrt zeigten, wie das denn so geht mit den Kunststückchen – und dabei bedachten sie auch, ihn für sein Können mit Leckerlies zu belohnen – ja, ja, so kann‘ s gehen. Bravo gemacht und einfach süß.

Wie ich hörte, waren die Leckerlies viele, viele bunte Smarties.

Die Piraten, die dem Fluch der Karibik mit spektakulären und geschwind gebauten menschlichen Pyramiden begegneten und somit von sich abwendeten ( …und mich an meinen Rücken und meine Knie erinnerten). Sehr imposant.

Bauarbeiter, die – wer weiß es nicht zu beklagen – ihren Tag mit einer Mittagspause beginnen. Aber sie zeigten uns schwungvoll ihre „Madagaskar- Moves“ und dass man sich auf noch so wackeligem Untergrund, auf einer Rolle oder einem riesigen Ball halten kann. Das macht keiner so schnell nach. Gelernt ist gelernt.

Fakire, die auf einem Brett mit echten Nägeln und einem Tuch mit echtem Glasbruch stehen konnten (ich konnte imaginäre Spitzchen unter meinen Füßen und einen leichten, kühlen Schauer entlang meines Rückens verspüren). Einfach mutig. Und dann haben sie auch noch mit Degen in eine Kiste gestochen, in der doch ein Fakir sein musste – aber es waren sogar drei. Ich weiß immer noch nicht, wie das funktionieren konnte.

Agenten des MI5 waren zugegen, die ihre Mission Impossible mit Leiterakrobatik erfüllten – zwischendurch musste ich mal kurz die Luft anhalten, als die Agenten sich mit all ihren Leitern so allein in der Luft hielten und einer der Special Agents auch noch als hangelnde Brücke fungierte. Großartig (… und mein Rücken brachte sich kurz wieder in Erinnerung).

Zauberer und Illusionisten (wie ich vermute extra aus Hogwarts per Nimbus 2000 eingeflogen), die uns eine ihrer immer vollen Wasserkannen präsentierten, uns einen Blick auf das als verschwunden geltende, sich selbst bemalende Skizzenbuch werfen ließen und Tücher mitbrachten, die sie magisch verknoteten. Nicht zu vergessen diese seltsamen Kisten, in denen immer nichts drinnen ist, wie wir ja alle höchst selbst sehen konnten – und dann ist da aber doch immer was drin. Ein Zauberer müsste man sein und etwas mehr Magie haben.

Dann Akrobaten, die Tücher und Bänder zum Tanzen und in der Dunkelheit sogar zum Leuchten brachten. Ein musikalisch perfekt abgestimmter, anmutiger Farbenrausch, bei dem auch ein leuchtender Reifen für eine insgesamt schöne Szenerie sorgte. Was für eine Augenweide – einfach schön.

Jongleure, die zeigten, das mit einem Diabolo mehr zu machen ist als nur hochwerfen und auffangen, wie man Tücher und Keulen jongliert und das man sogar mit Stäben Stäbe im Takt schwingen kann. Ich habe das auch mal versucht – und werde es bei dem Versuch belassen. Einfach richtig gut gemacht.

Hochseilakrobaten aller Herren Länder, die in luftiger Höhe zum Tanz auffordern, rückwärts laufen und sogar auch noch auf dem Seil Fahrrad fahren können. Ich kann dies alles es nur zu ebener Erde. Einfach großartig. Hut ab.

Einradfahrer, die auf dieser „Mini-Minibühne“ einen Parcours in schwindelnder Höhe abfahren, den ich, wie ich offen gestehe, selbst mit einem Zweirad und beiden Händen am Lenkrad auf dem großen Schulhof nicht zuwege brächte. Bei dieser Nummer wurden meine Hände etwas schwitzig und in der Nackengegend kribbelte es leicht. Ich kann mich nur wiederholen: einfach nur großartig. Wie habt ihr das geschafft?

Und dann diese Clowns. Auweia. Was haben die die armen Herren Direktoren auf Zack gehalten. Ja sogar vor dem Wahrzeichen eines Herrn Zirkusdirektors – seinem Hut – haben sie keinen Halt gemacht. Sie warteten mit einer spektakulären Seilnummer auf, sie putzten inmitten der Vorstellung einfach Fenster – komme was da wolle – und auch noch mit Spezialmittel, damit wir im Publikum auch was davon haben, oder sie fahren mit allerkleinsten Rädern durch die Show. Alles in allem raubten sie dem Herrn Direktor wohl seinen allerletzten Nerv, dass er sogar seinen Hut zu Boden warf.

Aber dass Clowns in jedem Fall auch eine hilfsbereite, gut organisierte, ernsthafte und sich bestens absprechende Feuerwehr abgeben kann, davon konnten wir uns im Saal alle selbst überzeugen.

Wie gut, dass wir die Herren Direktoren hatten. Sie stimmten uns in jede Vorführung ein und gaben, zumal mit diesen Clowns, tapfer ihr Bestes. Sie sorgten für Ordnung und dafür, dass alles gut sortiert und wohl formuliert verkündet wurde. Eine wichtige Aufgabe.

 

Am Ende des großen Showdowns, als das Saallicht wieder anging, waren wir einfach nur noch begeistert und in fröhlicher Stimmung. Was haben unsere Kinder da nur zuwege gebracht – und in eigentlich ja nur 3 Tagen – mit so viel Freude und Begeisterung. Ihre Freude und Begeisterung haben sie während der einzigartigen, großartigen, sensationellen, spektakulären, extravaganten, eindrucksvollen, lustigen, atemberaubenden Vorstellung auf uns Gäste im Saal übertragen können.

Danke Euch allen für einen wunderschönen, kurzweiligen Nachmittag.

Was für ein Zirkus – muy, muy Fantastico