Stücksuche & Probenerfahrungen

Ein Bericht von Marvin Jahn, 12. Klasse 2012

Nach den Osterferien des letzten Schuljahres fingen wir an nach einem Klassenspiel zu suchen. Diese Aufgabe wurde uns komplett von den Lehrern überlassen, aber uns wurden die Verfügungsstunden gegeben, in denen dann Schüler die ein gutes Stück gefunden hatten, dieses vorstellen konnten. Schon recht schnell bemerkten wir, dass das Stück gewisse Kriterien erfüllen muss, um es zu realisieren. Das wären z.B. die Anzahl der zu vergebenen Rollen, oder die Länge des Stückes. Aus diesen Gründen schieden viele Stücke schon recht früh aus.
Kurz vor den Sommerferien stand dann nach einer sehr knapp ausgefallenen Wahl, mit nur einer Stimme Unterschied, unser Stück fest: “Bullets over Broadway” von Woody Allen.

Direkt nach unserer, nach den Sommerferien stattfindenden Abschlussfahrt, nahmen wir (die 12. Klasse) die Proben auf. Die erste Woche verlief noch recht entspannt, da außer ein paar Vorübungen und Lockerungsübungen mit Fr. Zwick noch nicht viel auf dem Programm stand. In den folgenden vier Wochen vor den Herbstferien wurde uns aber nichts mehr geschenkt und wir mussten jeden Tag nach der Schule bis spät abends Proben. Davon waren auch Samstage und die vielen anderen Tage, an denen die meisten anderen schulfrei hatten, nicht ausgeschlossen. Auch die Herbstferien wurden, zwar nicht für die Proben, aber für den Bühnenbau genutzt. Zeitgleich zu den Proben trafen sich auch die Schüler, die für die Kostüme verantwortlich waren und erste Utensilien wie Hüte, Jacketts und die vor allem, von Fr. Thömmes, gewünschten Schuhe fanden so langsam ihren Weg auf die Bühne.
Damit nicht immer alle in der Schule sein mussten, hatten wir einen Probenplan.
Im Rückblick auf die ersten Probewochen lässt sich nur gutes Sagen. Die Proben waren nie langweilig und auch wenn es mal etwas später wurde ging uns der Humor nicht verloren. Wenn mal etwas nicht so rund lief, oder eine Szene extra geprobt werden musste, stand uns Fr. Zwick immer zur Verfügung und spätestens danach lief alles wie es sollte. Auch für Verpflegung wurde gesorgt, da man bei Bedarf recht kurzfristig Essen in der Schulküche bestellen konnte. Allerdings konnte man vielen die, in dieser Zeit stattfindende, Doppelbelastung, durch Schule/Hausaufgaben und den täglichen Proben ansehen.
Davon abgesehen hat die Klassenspielzeit aber allen einen positiven Eindruck vermittelt, da es einfach eine schöne Zeit war in der man viel zusammen unternommen, gelacht und auch geweint hat und an die man sich gerne Erinnern wird.