Vermessungspraktikum

Ein Bericht von Melinda Seruneit und Inga Schlingmann, 11. Klasse 2012

In der 10. Klasse fahren die Schüler gemeinsam für zwei Wochen auf ein Vermessungspraktikum. Dieses Jahr sind wir mit unseren Klassenbetreuern und drei freiwilligen Helfern nach Neu Sammit gefahren, um dort unser Praktikum anzutreten. Unsere Unterkunft war ein altes Schloss in Neu Sammit, welches im Jahre 1887 erbaut wurde und an einem großen See liegt.

Direkt nach der Ankunft fingen wir bereits an, zu vermessen. Mit dem Vorwissen aus dem Mathematikunterricht, in welchem wir uns mit der Trigonometrie befasst hatten, zogen wir um das 20.000 Quadratmeter große Grundstück zwei Polygonzüge.

Am nächsten Tag versammelten wir uns in den vorher ausgewählten Gruppen, um mit unserem Schrittmaß, welches wir bereits vor dem Vermessungspraktikums bestimmten, die Abstände und Winkel der einzelnen Polygonpunkte abzuschätzen. Danach benutzten wir Theodoliten, Tachymeter, Messlatten und weitere Hilfsmittel. Unsere Ergebnisse trugen wir anschließend in einer Tabelle ein. In der zweiten Woche beschäftigten wir uns mit dem Zeichnen des Geländes auf unserer Karte. Die x- und y-Achse, welche wir auf dem Blatt kartierten, halfen uns bei der Einzeichnung der genauen Messpunkte. Des Weiteren trugen wir mit dem Bleistift unsere vorher recherchierten Ergebnisse der Winkel, Längen und Höhen ein. Daraufhin zeichneten wir mit Tusche die Häuser und Wege des Geländes nach, um danach farbliche Kontraste zu setzen. Die Karte war vollendet, wenn nun auch die Legende und der Polarstern eingezeichnet worden war.

Zwar wurden uns während des Vermessungspraktikums einige Steine in den Weg gelegt, doch konnten wir in diesen zwei Wochen viel lernen, uns Konflikten stellen und neue Fähigkeiten erwerben. Das Vermessungspraktikum war eine einzigartige Erfahrung, die wir so schnell nicht vergessen werden.